Die Patienten
Während James' Aufenthalt im Brookhaven Hospital folgt er unbewusst der Spur dreier Patienten, von denen er anfangs durch einen Patientenbericht erfährt.
[Jack Davis]
Bisher drei Suizidversuche,
Gründe unbekannt. Normalerweise
ein vorbildlicher Patient, der den
Anweisungen von Ärzten und
Pflegern folgt, wegen der
plötzlichen, gewaltätigen
Suizidversuche ist jedoch eine
ständige Observation nötig.
[Joseph Barkin]
Seine Krankheit wurzelt im Gefühl,
den Tod seiner Tochter verursacht
zu haben. Symptome für
psychotischen Bruch und paranoide
Wahnvorstellungen. Normalerweise
ruhig, hat aber eine Neigung zu
Gewalt, wenn er sich aufregt.
[Joshua Lewis]
Viele Aufenthalte in
Krankenhäusern sowie zahlreiche
Delikte wie tätlicher Angriff,
Körperverletzung und andere
Gewalttaten. Er hat einen starken
Verfolgungskomplex und eine
Neigung, Probleme durch Gewalt
lösen zu wollen. Äußerste Vorsicht.
Jack Davis gehörte definitiv das Tagebuch auf dem Dach.
Es verdeutlich seine Depressivität exakt ("Kann es wirklich solch eine Sünde sein, zu rennen statt zu kämpfen?")
Joseph Barkin gehört die Kiste, die mit den unzähligen Schlössern versehen ist. Darin hält er ein Haar von Louise, seiner Tochter versteckt. Ihm gehört ebenfalls die Spezialzelle, auf dessen Wand er die Kombination für das Drehschloss der Truhe mit seinem eigenen Blut geschrieben hat.
Er hatte zusätzlich Kontakt zu einem gewissen Arzt, dem er den Schlüssel für die Truhe anvertraut hat.
Joshua Lewis, der gewalttätige Patient, könnte die Eindrücke auf das Kohlepapier geschrieben haben.
Wir erkennen eine gewisse Verzweiflung, die davon ausgeht, dass er sich einredet keine Angst zu haben und deshalb zu aggressiven Selbstrettungsattacken greifen muss ("sie kann ihm nicht mehr helfen der knopf schlüssel macht mir keine angst also kann keiner etwas daran ändern wer ich bin ich weiß nicht wer ich bin")
Nun zu einigen Theorien:
Joseph Barkin konnte aus der Zelle entlassen werden, wenn er ruhig und ungefährlich war. Was nun, wenn er den Schlüssel zur Society vom Direktor gestohlen haben könnte, so wie in der krakeligen Notiz: "Ich nahm den Schlussel vom Direcktor - den fur´s Muhseum. Ich hab´ihn hinter der beetenden Frau versteckt als ich für den Tagesausflug rauskam. Ich hab´ ihn genommen aber ich hab´ihn nicht gestohlen. Ich bin kein Diehb"?
Warum aber stielt er den Schlüssel zur Society?
Nun, die Society ist ein Ort, besonders das Labyrinth, das tief im Unterbewusstsein der Menschen gräbt. James erfährt das am eigenen Leib. Was wenn Joseph Barkin so viel Angst vor diesem Ort gehabt hat, dass er den Schlüssel für jeden unzugänglich machen wollte? Wollte er seine schlimme Vorahnung, das Leben seiner Tochter auf dem Gewissen zu haben, nicht vor Augen erleben? Der Arzt, mit dem Joseph Kontakt hatte schreibt weiterhin in seinem Brief: "Mein Patient hat ihn dort vergraben. Ich wusste es, habe aber nichts unternommen. Ich war beunruhigt, so ein Ding in der Nähe zu haben. Ich suchte nicht nach der Wahrheit, ich suchte nach Ruhe und Gelassenheit." Aus diesen Worten entnehmen wir die Furcht vor diesem Ort, der die Wahrheit aus den Tiefen des Unterbewusstseins gewaltsam hervorkratzt.
Eine weitere Theorie beschäftigt sich mit der Identifikation der drei Patienten. So gibt es zwei Möglichkeiten der Identifikation. Hier die erste:
Jack Davis = Angela Orosco: selbstmordgefährdet, befolgt Anweisungen. Klar oder?
Joseph Barkin = James Sunderland: Tod von Louise/Mary auf dem Gewissen. Normalerweise ruhig, jedoch Neigung zur Gewalt. Auch klar.
Joshua Lewis = Eddie Dombrowski: Gewalttätig, regelt Angelegenheiten mit Gewalt. Klarer als klar.
Hier die zweite:
Jack Davis: James' personifizierte Schuld, die sich am liebsten umbringen will.
Joseph Barkin: James' personifiziertes Gewissen, das verzweifelt auf der Suche nach der Wahrheit ist.
Joshua Lewis: James' personifizierte Verzweiflung, die weit ausholt und Störfaktoren gewaltsam aus dem Weg räumt.
Ihr seht, über die Patienten lässt sich viel sagen und viel diskutieren. Dies ist nur meine Sicht der Dinge.
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